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Point & Figure ChartKOSTENLOSE AKTIENKURS-ANALYSE!!!

Wir bieten auf www.kukchart.de eine online Aktienkursanalyse
nach der Point & Figure - Methode sowie
verschiedene Indikatoren an.

Die von uns errechnete, durchschnittliche Rendite der Methode
beträgt von 2003 bis 2009 nachgewiesenermaßen 18,8% p.a.!

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    Inhaltsverzeichnis

 

Beschreibung

Aktien bieten eine chancen- aber auch risikoreiche Form der Kapitalanlage.

Die Gründung oder auch Umwandlung eines Unternehmens zu einer Aktiengesellschaft (AG oder SE) dient zum Beispiel der Kapitalbeschaffung. Das Unternehmen wird dabei in Form von Aktien an institutionelle Investoren und Privatpersonen verkauft. Das dadurch eingesammelte Kapital kann nun wiederum für Investitionen genutzt werden und hat ein wesetlich größeres Volumen, als es durch einen Kredit möglich wäre. Der Anreiz die Aktien zu kaufen ist der, dass durch das investierte Kapital eine anteilige Gewinnbeteiligung gekauft wird (Dividende). Zudem erhalten die Aktionäre bei der jährlich stattfindenden Hauptversammlung der Aktiengesellschaft als Eigentümer die Möglichkeit in die Geschicke der Unternehmung einzugreifen.

 

Die "Organe" der Aktiengesellschaft bestehen aus:

  • der Hauptversammlung (Aktionäre),
  • dem Aufsichtsrat und
  • dem Vorstand der AG.

 

Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrates, der wiederum den Vorstand bestellt. Der Vorstand ist mit der Geschäftsführung der AG betraut. Auf der Hauptversammlung wird unter anderem jedes Jahr aufs Neue auch die Höhe der Dividende auf Vorschlag des Vorstandes beschlossen.

Neben dem Einkommen durch Dividenden können Aktien auch gehandelt werden (Kauf und Verkauf). Dies geschieht an der Börse. Angebot und Nachfrage nach Aktien treffen hier aufeinander und bilden den Aktienkurs eines jeden "Titels" (Aktie). Wird die Aktie eines Unternehmens mehr nachgefragt als angeboten steigt der Kurs. Wird mehr angeboten als nachgefragt, fällt er.

Die wahrscheinlich gängigste Methode des Aktienhandels ist der Computerhandel (XETRA). An den "Broker" (eine Bank) werden "Order" (Auftrag zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren) abgegeben, der diese dann durchführt. Glaubt man an den Erfolg einer AG und möchte daraufhin eine Aktie erwerben, muss jemand anderes, zum Beispiel aufgrund einer gegenteiligen Meinung, eine Aktie desselben Unternehmens verkaufen wollen. Ist dies der Fall, kommen Kauf- und Verkaufsauftrag zusammen und die Aktie wechselt den Besitzer. 

Die Investition in Aktien ist deshalb so risikoreich, da Dividendenzahlungen und Aktienkurs sich der aktuellen Situation eines jeden Unternehmens anpassen. Ein unvorhergesehenes Ereignis mag die Erfolgsaussichten eines Unternehmens eröffnen oder auch zerstören. Der Aktienkurs wird damit steigen oder auch fallen.

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Spekulations-Rendite

Die Rendite der Investition in Aktien kann die vieler anderer Anlageformen bei weitem übertreffen. Wenn der Kurs, abzüglich der Kauf- und Verkaufkosten, zum Beispiel innerhalb von 360 Tagen von 2,00 € auf 6,00 € steigt, entspricht dies einer Rendite von 6,00 € / 2,00 € = 3 = 300% p.a. Das investierte Kapital hat sich in diesem Beispiel verdreifacht. Mit einer durchschnittlichen Rendite von zum Beispiel 3% p.a. inklusive Zinseszins dauert die Verdreifachung des Kapitals ca. 37,1 Jahre.

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Kauf

Der Auftrag (Order) an eine Bank Aktien zu kaufen, beinhaltet die Informationen,

  • wie viel Stück der Aktie,
  • zu welchem Kurs gekauft werden sollen und
  • bis wann der Auftrag gültig ist.

    (siehe hierzu "Aktien kaufen")

 

Der Betrag, mit dem das zum Depot gehörige Konto beim Kauf der Aktien belastet wird, ergibt sich zum einen aus dem "Umsatz" (Umsatz = Stückzahl * Kurs), zum anderen aber auch aus den Kosten, die für den Kauf anfallen.

 

Die Kosten für den Kauf und Verkauf von Aktien sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. Für die Berechnung der Rendite wird hier eine Provision in Höhe von 0,25% vom Umsatz für über XETRA gekaufte "DAX-Titel" (Maklerprovision in Höhe von 0,04% vom Umsatz) angenommen. Die tatsächliche Investition für den Kauf von Aktien beläuft sich demnach auf:

 

Investition = Umsatz + Kaufkosten
<=> Investition = Stückzahl * Kurs + Provision * Umsatz
<=> Investition = Stückzahl * Kurs + Provision * Stückzahl * Kurs

 

Wird zum Beispiel der Kauf von 50 Aktien eines Dax notierten Unternehmens zu einem Kurs von 30,00 € in Auftrag gegeben, beläuft sich der Betrag, mit dem das zum Depot gehörige Konto belastet wird auf:

 

Investition = 50 * 30 € + (0,25% + 0,04%) * 50 * 30 €
<=> Investition = 1.500 € + 0,29% * 1.500 €
<=> Investition = 1.500 € + 4,35€ = 1.504,35 €

 

Anschließend lässt sich aus dem Betrag der Investition (1.504,35 €) auch der "echte" Kauf-Kurs ermitteln, der pro Aktie gezahlt worden ist:

 

Kaufkurs = Investition / Stückzahl
<=> Kaufkurs = 1.504,35 € / 50 = 30,087 €

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Verkauf

Der Erlös aus dem Verkauf von Aktien, bzw. der Betrag, der nach Verkauf dem zum Depot gehörigen Konto (z.B. Tagesgeldkonto) gutgeschrieben wird, entspricht erneut dem Umsatz abzüglich der Verkaufkosten (Berechnung wie Kaufkosten). Für dieses Beispiel nehmen wir an, dass alle 50 Aktien, nach z.B. 253 Tagen zu einem Kurs von 35 € wieder verkauft werden:

 

Erlös = Umsatz - Kaufkosten
<=> Erlös = Stückzahl * Kurs - Provision * Umsatz
<=> Erlös = Stückzahl * Kurs - Provision * Stückzahl * Kurs
<=> Erlös = 50 * 35 € - (0,25% + 0,04%) * 50 * 35 €
<=> Erlös = 1.750 € - 0,29% * 1.750 €
<=> Erlös = 1.750 € - 5,075 € = 1.744,925 € ≈ 1.744,93 €

 

Dieser Kurs, zum dem mindestens verkauft werden muss, möchte man einen Erlös in derselben Höhe wie die Investition erzielen (also mindestens keinen Verlust), ergibt sich folgendermaßen:

 

Erlös = Investition
<=> Stk. * VK-Kurs - Provision * Stk. * VK-Kurs = Stk. * EK-Kurs + Provision * Stk. * EK-Kurs ll / Stückzahl
<=> VK-Kurs - Provision * VK-Kurs = EK-Kurs + Provision * EK-Kurs                                      ll ausklammern
<=> VK-Kurs * (1 - Provision) = EK-Kurs * (1 + Provision)                                                  ll / (1 - Provision)
<=> VK-Kurs = EK-Kurs * (1 + Provision) / (1 - Provision)

 

<=> VK-Kurs = 30 € * (1 + 0,29%) / (1 - 0,29%)
<=> VK-Kurs = 30 € * 1,0029 / 0,9971
<=> VK-Kurs = 30,087 € / 0,9971 = 30,1745... €

 

Zur Kontrolle berechnen wir den Erlös aus dem Verkauf aller 50 Aktien zu einem Kurs von 30,1745... €:

 

Erlös = 50 * 30,1745... € - 0,29% * 50 * 30,1745... €
<=> Erlös = 1.508,7253... € - 0,29% * 1.508,7253... €
<=> Erlös = 1.508,7253... € - 4,3753...€ = 1.504,35 €

 

Der Erlös aus dem Verkauf von 50 Aktien zu einem Kurs von 30,1745... € entspricht dem Betrag, der für den Kauf von 50 Aktien zu einem Kurs von 30 € plus Kaufkosten aufgebracht werden muss. Es ist somit (lässt man die Opportunitätskosten wie z.B. Zinszahlungen, wenn das Geld die Zeit auf z.B. einem Tagesgeldkonto angelegt gewesen wäre, weg) kein Verlust entstanden.

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Rendite

Wie aus dem obigen Beispiel entnommen werden kann, sind 1.504,35 € in Aktien investiert und nach 253 Tagen (Verkaufsdatum minus Kaufdatum) dieselben Aktien mit einem Erlös von 1.744,93 € wieder verkauft worden.

 

Der Gewinn der Investition beläuft sich vor Steuer auf:

 

Gewinn = Erlös - Investition
<=> Gewinn = 1.744,93 € - 1.504,35 € = 240,58 €

 

Der Gewinn beschreibt quasi die Zinsen, die für die Investition nach 253 Tagen wieder ausgezahlt wird. Der Zinssatz p.a. (Verzinsung) entspricht der Rendite. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wird zur Berechnung der Rendite auch hier die Zinsmethode (act/360) benützt:

 

Zinsen = Kapital * Zinssatz p.a. * (act / 360)     ll / Kapital 
<=> Zinsen / Kapital = Zinssatz p.a. * (act / 360)     ll / (act / 360)
<=> Zinsen / Kapital / (act / 360) = Zinssatz p.a.      ll "Übersetzung" in die im Beispiel benutzten Begriffe

Gewinn / Investition / (act / 360) = Rendite
<=> Rendite = 240,58€ / 1.504,35€ / (253 / 360)
<=> Rendite = 0,1599... / 0,7027... = 0,22755... ≈ 22,76%

 

Die Rendite bzw. der effektive Zinssatz der Investition von 1.504,35 € mit einem Gewinn in Höhe von 240,58 € nach 253 Tagen entspricht 22,76%.

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Dividenden-Rendite

Der Käufer von Aktien wird dadurch zum anteiligen Eigentümer des entsprechenden Unternehmens. Er trägt das Risiko des Totalverlustes des investierten Kapitals mit und ist daher auch an den Gewinnen des Unternehmens beteiligt. Folglich wird einmal im Jahr eine Dividende, ein auf der Hauptversammlung beschlossener Betrag pro Aktie, ausgeschüttet.

 

Die Dividenden-Rendite kann daher als Verhältnis von vergangener oder zukünftig zu erwartender Dividende pro benötigtes Kapital für eine Aktie berechnet werden. Werden z.B., wie oben beschrieben, 30,087 € für eine Aktie aufgewendet werden, deren Dividende pro Jahr ca. 0,50 € beträgt, so beliefe sich die Dividenden-Rendite auf:

 

Dividenden-Rendite = Dividende pro Aktie / Kaufkurs
<=> Dividenden-Rendite = 0,50 € / 30,087 € = 0,0166... ≈ 1,66% p.a.

 

Wie im Beispiel angenommen, beläuft sich die Dividendenzahlung für 50 Aktien auf 50 * 0,50 € = 25 €.

 

Die Internetseite http://www.onvista.de bietet in jeder Übersicht zu der Aktie eines Unternehmens im Kasten "Fundamentalkennzahlen" neben der im vergangenen Jahr gezahlten auch die mögliche zukünftige Dividende pro Aktie (z.B. 2011e mit e wie expectation = Aussicht/Erwartung).

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Investitions-Rendite

Die Investitions-Rendite ist diese Rendite, die nicht nur Spekulationsgewinne, sondern auch während der Eigentümerschaft der Aktien gezahlte Dividenden berücksichtigt. Über die Berechnung des Barwertes lässt sich dieser Zinssatz p.a. bzw. Rendite ermitteln, die unter Berücksichtigung der Zeitpunkte von Kauf, Dividendenzahlungen und Verkauf (aus Gründen der Vergleichbarkeit mit der Zinsmethode (act/360) berechnet) die entsprechenden Beträge abzinst und auf das tatsächlich investierte Kapital zurückrechnet. Der Zinssatz ist für die Bestimmung aller Barwerte gleich und so gewählt, dass die Barwerte in Summe das zu Beginn investierte Kapital ergeben:

 

 

Der Barwert ergibt sich aus der Berechnung des Endkapitals laut der Zinsmethode (act/360) und meint in diesem Fall die Bestimmung des Kapitals, dass zu Beginn einer Investition zur Verfügung stehen muss, um das entsprechende Endkapital bei gegebenem Zinssatz und Zeitraum zu erreichen:

 

Endkapital = Kapital * (1 + Zinssatz * (act/360))     ll / (1 + Zinssatz * (act/360))
Endkapital / (1 + Zinssatz * (act/360)) = Kapital

 

Wenn die Rendite ist, ergibt die Summe der Barwerte für 1.744,93€ und 25€ den Betrag der Investition in Höhe von 1.504,35 €.

 

1.504,35 € = Barwert(25 €) + Barwert(1.744,93 €)
1.504,35 € = 25 € / (1 + Zinssatz * (70 / 360)) + 1.744,93 € / (1 + Zinssatz * (253 / 360))

 

Aufgrund der Berechnung zweier Summen, lässt sich die Formel nicht nach dem Zinssatz auflösen, sondern muss durch Ausprobieren und schrittweises Annähern (Iteration) gelöst werden. In gängigen Tabellenverarbeitungsprogrammen (zum Beispiel Excel oder OpenOffice) lässt sich dieses Problem über die Bestimmung eines Zielwertes relativ einfach und schnell lösen.

 

Die Lösung für das Beispiel bzw. der Zinssatz (Rendite), für den die Summe der Barwerte gleich der Investition (1504,35 €) ist, beträgt 0,254115... ≈ 25,41%

 

Die Verzinsung von 1.504,35€ mit einem Zinssatz von 25,4115...% für 253 Tage ergibt folgendes Endkapital:

 

Endkapital = Kapital + Kapital * Zinssatz * (act/360)
<=> Endkapital = 1.504,35 € + 1.504,35 € * 25,4115...% * (253/360)
<=> Endkapital = 1.504,35 € + 268,6573... € = 1.773,0073... € ≈ 1.773,01 €

 

Die Auszahlungen der Dividende plus Verkaufserlös ergeben 25 € + 1.744,93 € = 1.769,93 €.


Die Differenz von 1.773,01 € - 1.769,93 € = 3,08 € ergibt sich zum Teil aus der Tatsache, dass die 25 € Dividende bei der Barwertberechnung für zwar 70 Tage abgezinst, bei der Verzinsung von 1.504,35 € für 253 Tage allerdings für demnach 253 - 70 = 183 Tage zu 25,4115...% länger verzinst wird (25 € * 25,4115...% * (183/360) = 3,2293... €). Zum anderen entstehen Ungenauigkeiten aus Rundungsdifferenzen des ermittelten Zinssatzes, der durch das Verfahren der Iteration nur näherungsweise korrekt ist.

 

Diese Art der Berechnung lässt sich selbstverständlich auf unendlich viele Auszahlungen, in Form von zum Beispiel noch mehr Dividendenzahlungen, und Zeiträume auch länger als ein Jahr (act/360 für zum Beispiel 2 Jahre würde auf (2*365)/360 = 730/360 lauten) ausweiten.

 

Tipp: Für die Berechnung in Tabellenverarbeitungsprogrammen, nutzen Sie die Funktion "XINTZINSFUSS" (Zinsmethode (act/365)).

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Fazit 

Grundsätzlich sei geraten nur dieses Kapital in Aktien zu investieren, dass zumindest mittelfristig nicht gebraucht wird. Verluste durch Aktienhandel entstehen erst dann, wenn die Verluste "realisiert" werden müssen. Wird das Kapital, das in Aktien investiert worden ist, nicht benötigt, kann eine "Talfahrt" der Aktienkurse schon mal "ausgesessen" werden, bis dass die Kurse wieder steigen.

Der Handel mit Aktien beruht auf zukünftigen Erfolgen. Ein gutes "Bauchgefühl" kann da nicht schaden.

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 21:33 Uhr
 
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