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Bauherren-Haftpflichtversicherung:

Baustellen stellen immer potentielle Risiken dar. Ob eine unzureichend gesicherte Grube oder Bauschutt, die Wahrscheinlichkeit, dass sich während der Bauarbeiten Unfälle mit Personenschäden ereignen ist relativ hoch. Wichtig ist, dass immer der Bauherr für die Schäden Dritter, wie z.B. Passanten oder spielende Kinder haftet. Dies gilt auch noch dann, wenn der Bauherr die Sicherung der Baustelle an eine am Bau beteiligte Person delegiert hat. Der Schutz der Bauherren-Haftpflichtversicherung beginnt mit Baubeginn und erlischt mit Beendigung der Bauarbeiten. Übrigens Personenschäden von Angehörigen der Bauherren werden nicht über die Bauhherren-Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Bauleistungsversicherung:

Treten Schäden, hervorgerufen durch Unwetter, Diebstahl oder Vandalismus auf, ersetzt die Bauleistungsversicherung den für den Bauherren entstandenen Schaden. Die durch Wettereinflüsse verursachten Schäden reichen von Blitzschlag, durch Sturm zerstörte Dachkonstruktionen, Überschwemmungen (Beispielsweise der Baugrube), bis zu Frostschäden (Putz, Mauerwerk). Dabei gilt, dass ein aufgetretener Schaden umso kostspieliger ist, je weiter fortgeschritten das Bauprojekt bereits ist. Der Abschluss einer Bauleistungsversicherung ist daher ein wirksamer Schutz gegen unvorhersehbare finanzielle Mehrbelastungen, die, je nach Schwere des Schadens, die Bauausführung gefährden könnten.

Feuerrohbau-Versicherung:

Sollte der Rohbau vor Fertigstellung durch Feuer zerstört werden, deckt die Feuerrohbau-Versicherung den entstandenen Schaden. Die Feuerrohbauversicherung wandelt sich meist nach Fertigstellung des Rohbaus in eine normale Wohngebäudeversicherung, die gewöhnliche Schäden, wie Brand, Blitzschlag, Hagel und Sturm abdeckt.

Gesetzliche Unfallversicherung:

Bauherren, die einen hohen Anteil an Eigenleistung erbringen, greifen häufig auf die Hilfe von Freunden oder Verwandten zurück. In diesem Fall ist der Bauherr meistens verpflichtet eine gesetzl. Unfallversicherung für diese Hilfskräfte  abzuschliessen. Konkret besteht Versicherungspflicht, wenn Freunde und Bekannte insgesamt mehr als 39 Stunden am Bau helfen. Der Antrag für eine solche Versicherung ist bei den Bauberufsgenossenschaften zu stellen. Die Versicherung gilt nur für nicht gewerbliche Mitarbeiter am Bau. Der Bauherr sollte nicht die Kosten für diese Versicherung sparen. Personenschäden am Bau ereignen sich häufig und sind in der Regel sehr kostspielig.


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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 21:38 Uhr