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Um Kapitaleinkommen zu realisieren, muss zuerst Kapital geschaffen werden. Im Klartext bedeutet dies: Sparen!

Es ist in jedem Falle sinnvoll, Einnahmen und Ausgaben zu dokumentieren und gegenüber zu stellen. Sollten die Einnahmen die Ausgaben übersteigen, steht der überschüssige Betrag als zum Beispiel monatliche Sparrate für die Ansammlung von Kapital zur Verfügung.

Die monatlichen Kosten eines Haushalts teilen sich in regelmäßige und unregelmäßige Kosten auf.

Regelmäßige Kosten sind zum Beispiel:

  • Miete
  • Nebenkosten
  • Versicherungen
  • Telefon- und Handyrechnungen
  • GEZ
  • usw.

Unregelmäßige Kosten sind zum Beispiel:

  • Autoreparaturen
  • Urlaub
  • usw.

Die alltäglichen Kosten für Lebensmittel, Unternehmungen, Benzin usw. können in einem zusätzlichen Posten, hier "Taschengeld" genannt, zusammen gefasst werden. Der Höhe des Taschengeldes ist eine individuelle Entscheidung und wird von jedem selbst getroffen.

Die nachfolgende Tabelle ist ein Beispiel dafür, wie eine Gegenüberstellung von Ausgaben und Einnahmen aussehen kann:

Monatliche Kosten

Die regelmäßigen und unregelmäßigen Kosten sowie das Taschengeld werden in der Spalte "Summe Kosten" aufsummiert und sind Ausgaben. Die aufgeführten Einnahmen in der Tabelle entsprechen dem monatlichen Nettoeinkommen. Durch die Subtraktion der Ausgaben von den Einnahmen eines Monats, ergibt sich der Überschuss des jeweiligen Monats bzw. der mögliche Sparbetrag.

Da in der Tabelle gleich mehrere Monate bzw. ein Jahr dargestellt ist, kann über die Jahressumme einer einzelnen Kostenposition (unten in der Tabelle) auch der monatliche Durchschnitt (ø Monat) berechnet werden, indem man die Jahressumme durch 12 dividiert. Dies gibt Auskunft darüber, wo am meisten Kosten anfallen und wo es sich daher am ehesten lohnt zu versuchen, Einsparungen zu realisieren.

Gleichzeitig werden hierdurch kalkulatorische Kosten, wie zum Beispiel der monatliche Durchschnitt für Autoreparaturen, ermittelt. Es mag sinnvoll sein diese Beträge (hier: 55,54 €) monatlich zurück zu legen. Fällt dann eine relativ hohe Ausgabe, wie zum Beispiel eine Autoreparatur an, ist mindestens ein Teil der Kosten bereits angespart worden und belastet daher das in diesem Monat erhaltene Einkommen nicht.

Wird eine solche Tabelle über mehrere Jahre fortgeführt, lohnt sich die graphische Darstellung der monatlichen Durchschnittswerte der Kostenpositionen. Einsparungen, durch zum Beispiel den Wechsel zu einem günstigeren Telefonanbieter, werden hierdurch sichtbar.   

Als Beispiel dient eine drei-Jahres Darstellung inklusive graphischer und wörtlich formulierter Auswertung: 

Monatliche Kosten, drei-Jahres-Übersicht

Die Graphische Auswertung der durchschnittlichen Kosten sowie Einnahmen und Ausgaben pro Monat könnte zum Beispiel so aussehen:

Durchschnittliche Kosten pro Monat
 
Einnahmen / Ausgaben, Durchschnittswerte pro Monat

Anhand der graphischen Auswertung lässt sich erkennen, dass die größten Kostentreiber offensichtlich die Kosten für Autoreparaturen und Urlaube sind. Diese sind im Jahr 2008 zum Beispiel durch eine schonendere Fahrweise und einen günstigeren Urlaub reduziert worden. Durch den Wechsel des Telefonanbieters ist eine weitere Einsparung realisiert worden. Die Nebenkosten sind leicht angestiegen, die Kosten für Versicherungen sind stabil. Die Mietkosten sind in der Graphik aufgrund der Aufteilung der Y-Achse (€) nicht enthalten, sind jedoch von 2006 auf 2007 leicht gestiegen.
Die Kosteneinsparungen in 2008 sind in der graphischen Darstellung der Einnahmen und Kosten ebenfalls gut zu erkennen. Die gleichzeitige Steigerung des Nettoeinkommens durch Lohnerhöhung ergibt einen sehr positiven Trend zur Steigerung des Sparbetrags und dadurch schnelleren Erhöhung des Kapitals.

Die Aufstellung der privaten Kosten ist natürlich von Person zu Person verschieden und wird individuell angefertigt. Nichtsdestotrotz gibt sie Auskunft darüber, welchen Lebensstil man sich leisten kann bzw. ob es Möglichkeiten gibt, unnötige Kosten zu vermeiden.

Sparen bedeutet Konsumverzicht. Auf lange Sicht ergeben sich jedoch ein zusätzliches Einkommen und letztendlich vielleicht sogar die "Wirtschaftliche Freiheit".

 

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 16:04 Uhr