Finanzlogistik
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Als Ausgangsbasis für die Vermögensbildung muss zunächst Geld angespart werden. Aufgrund der relativ hohen Verzinsung und der einfachen Handhabung, kann dies am besten mit einem Tagesgeldkonto bewerkstelligt wer- den. Hierauf kann monatlich überschüssiges Geld überwiesen werden und steht entweder für den Notfall oder, ab Erreichen eines bestimmten Volumens, für weitere Investitionen zur Verfügung (z.B. Wertpapiere, Bundes- wertpapiere, Anzahlungen für eine Immobilie usw.). Auf jeden Fall sollte eine Kapitalreserve von vielleicht zwei oder drei Monatsgehältern oder z.B. 3.000 € geschaffen werden, um den Unfallschaden am Auto, eine kaputte Waschmaschine, oder schlimmeres finanziell auffangen zu können.

Gleichzeitig müssen aber auch z.B. Rentenversicherungen, Bausparverträge, diverse Versicherungen (Haftpflicht-, Rechtsschutz-, Hausratversicherung, etc.) usw. bedient werden. Wie das grundsätzlich und am besten abläuft wird nachfolgend erklärt.

 

Gestaltung der Finanzlogistik

Vertraglich gebundene Anlageformen mit regelmäßigen Einzahlungen (z.B. Bausparverträge, Fondsparpläne, usw.) werden meist direkt über das Girokonto, entweder per Dauerauftrag oder per Lastschriftverfahren abgewickelt.

Das vom Vormonat übrig gebliebene Geld kann ebenfalls von hier aus auf das Tagesgeldkonto überwiesen werden.

 

Die Gestaltung der Zahlungsströme ist in folgender Grafik dargestellt:

 

Finanzlogistik

 

1: Einzahlung des monatlichen Gehalts auf das Girokonto

2: Überweisung des restlichen Guthabens aus dem Vormonat auf das Tagesgeldkonto (Sparbetrag)

3: Lastschrifteinzug für Sparverträge (Fondsparen, Bausparvertrag, etc.)

4: Pufferzahlungen bei unvorhergesehenen Belastungen

5: Zahlungen für Investitionen, Rückzahlung von Investitionsgewinnen auf das Tagesgeldkonto

6: Konsum

 

Pärchen-Finanzlogistik

Wie wird der Ablauf der Zahlungsströme am besten gestaltet, wenn man zu zweit wohnt? Schließlich werden nur einmal monatlich die Miete und Nebenkosten abgebucht und auch die Kosten für das Essen müssen irgendwie geteilt werden usw.

 

Am besten funktioniert der Ablauf, wenn jeder Partner sein eigenes Girokonto hat, es aber auch ein gemeinsames Girokonto gibt. Der Gehaltseingang findet bei den Partnern auf den eigenen Girokonten statt. Nun sollte man, wie es im Artikel "Zu aller Anfang ..." beschrieben ist, die monatlichen Kosten berechnen. Jeder Partner überweist dann von seinem persönlichen Girokonto die monatlichen Kosten plus einem kleinen Aufschlag von 10 - 50 € auf das gemeinsame Girokonto. Von hier aus werden z.B. die Miete und Nebenkosten, aber auch das Essen usw. bezahlt. Sollte sich mit der Zeit Geld auf dem gemeinsamen Girokonto ansammeln, kann dies für z.B. einen gemeinsamen Urlaub verwendet werden.

 

Die Pärchen-Finanzlogistik ist in folgender Grafik dargestellt:

 

Pärchen-Finanzlogistik

 

1: Einzahlung des Gehalts auf das persönliche Girokonto

2: Einzahlung der monatlichen Pauschale auf das gemeinsame Girokonto

3: Bezahlung der gemeinsamen Kosten

4: Bezahlung der persönlichen Kosten

 

Die oben gezeigte Grafik ist das Grundgerüst für einen reibungslosen Ablauf der Finanzen, wenn man zu zweit ist.
Der Ablauf muss natürlich geändert werden, wenn zum Beispiel die Frau schwanger oder einer der Partner arbeitslos wird usw. Der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Man tut auf jeden Fall gut daran einen solchen Ablauf in Ruhe und vernünftig zu besprechen und umzusetzen. Beide Partner sind hierüber dann vollständig im Bilde und es gibt im Nachhinein keinen Streit um finanzielle Angelegenheiten.

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 21:18 Uhr