Steuern
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JustitiaIn der Rubrik Steuern wird die Berechnung der Einkommensteuer erklärt.

 

  • Hierzu gehören die steuerlichen Belastungen der einzelnen Einkunftsarten, aber auch die Möglichkeiten der Steuerersparnis durch zum Beispiel Zinsbelastungen, Werbungskosten oder eine private Altersvorsorge (Vorsorgeaufwendungen).
  • Aus der vorzeitigen Berechnung der Steuerlast aus den verschiedenen Einkommensarten, ergibt sich die Möglichkeit einer steuerlichen Optimierung des Vermögens und damit eine Verringerung der steuerlichen Belastung.
  • So kann zum Beispiel das Einkommen aus Vermietung und Verpachtung durch die Aufnahme eines Kredits bzw. durch die einhergehende jährliche Zinszahlung gemindert werden.

Die verschiedenen Einkommensarten gestalten sich nach dem EstG wie folgt:

 

Überschusseinkünfte aus

Gewinneinkünfte aus

  • Land- und Forstwirtschaft (Obstanbau, Teichwirtschaft usw.)
  • Gewerbebetrieb (gewerbliche Unternehmen, Gewinnanteil OHG usw.)
  • selbständiger Arbeit (Ärzte, Rechtsanwälte usw.)

 

* Löhne und Gehälter werden bereits bei der Auszahlung durch die Lohnsteuer belastet. Die Lohnsteuer ist eine spezielle Form der Einkommenssteuer. 
** Zinsen, Dividenden und Spekulationsgewinne aus dem Handel mit Wertpapieren werden mit der Abgeltungssteuer belastet, die von den Kreditinstituten direkt einbehalten wird.


Das zu versteuernde Einkommen berechnet sich folgendermaßen:

 

Summe der Einkünfte

- Werbungskosten

- abzuziehende Beträge (Altersentlastungsbeitrag)

= Gesamtbetrag der Einkünfte

- Sonderausgaben

- außergewöhnliche Belastungen

- Verlustabzug (Verluste aus Vorperioden)

= Einkommen

- bestimmte Freibeträge (Kinderfreibetrag)

= zu versteuerndes Einkommen

 

Die zu zahlende Steuerlast berechnet sich folgendermaßen:

Berechnung der Steuerlast aus dem zu versteuernden Einkommen

- bereits gezahlte Steuern (z.B. Lohnsteuer , Solidaritätsbeitrag und evtl. Kirchensteuer)

= zu bezahlende Steuerlast


Überschüssiges Einkommen kann durch Investitionen in Immobilien (Kreditzinsen) und steuerlich günstige Anlageformen (z.B. Altersvorsorge) aus steuerlicher Sicht "verbraucht" werden. Aber auch ohne das entsprechende Einkommen, können durch die Absetzung von Werbungskosten Steuern eingespart werden.


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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 21:44 Uhr
 

Kommentare  

 
0 #3 Ingo Wilms 2012-08-30 11:47
Ich versuche mich noch mal einfacher auszudrücken...

Da Sie aufgrund entgangener Mieten weniger Einnahmen ausweisen, zahlen Sie hierfür auch weniger Steuern.

Wenn Sie die entgangenen Mieten auch noch als Sonderausgaben oder Werbungskosten ansetzen, hätten Sie den Betrag doppelt berücksichtigt.

Ich schätze, dass das der Grund ist, warum das Finanzamt dies nicht anerkennt.

Mit freundlichen Grüßen
Ingo Wilms
 
 
0 #2 Ingo Wilms 2012-08-30 11:33
Sehr geehrter(r) H.Dreßen,

kurz vorweg: ich bin leider kein Steuerberater...

Entgangene Mieten als Verlust geltend zu machen dürfte, meiner Meinung nach, nicht möglich sein. Sie weisen für das entsprechende Jahr jedoch folglich weniger Einnahmen aus.

Es werden demnach weniger Einnahmen versteuert, was Ihrer Idee für eine Steuerbegünstig ung doch recht nahe kommt.

In diesem Sinne zahlen Sie durch entgangene Mieten weniger Steuern.

Dies geschieht jedoch durch weniger Einnahmen, denn durch höhere Kosten.


Mit freundlichen Grüßen
Ingo Wilms
 
 
0 #1 H.Dreßen 2012-08-27 08:56
Artikel Vermietung/Verpachtung ist gut erklärt. ich möchte jedoch gerne wissen, ob ich Mietverluste durch Auszug der Mieter steuerlich als Sonderausgaben oder Werbungskosten absetzen kann. Das Finanzamt hat diese Verluste nicht anerkannt.
MfG
H.dreßen
 
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