DAX Wochenvorschau 16.05.-23.05.
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Montag, 16. Mai 2011 um 19:44 Uhr

In der vergangenen Woche schloss der DAX erneut im Minus und beendete den Handel bei 7404 Punkten. Mit den Auslaufen der Berichtssaison traten zunehmend die Euro-Krise in Griechenland in den Fokus der Anleger. So wurde am 09.05. die Bonität Griechenlands abgestuft. Konnte sich der deutsche Leitindex am Anfang der Woche noch gut behaupten und neue Hochs markieren, verlies den Index gegen Ende der Woche die Kraft. Positive deutsche Konjunkturdaten wurden von den Marktteilnehmern hingegen nicht mehr wahrgenommen.

Die Aussagen proffessioneller Marktteilnehmer in den Print- und Digitalmedien kann in der letzten Woche als durchwachsen bezeichnet werden. In einem Interview in der "teleboerse" mahnte Markus Sievert, Geschäftsführer von Apano Invest eine behutsame Anlagestrategie an. Seiner Meinung nach würde sich nach dem Ablauf der Berichtssaison  Korrekturpotential beim deutschen Aktienmarkt aufbauen. Gute Unternehmensdaten seien bereits in den Kursen eskomptiert. Aktuelle Krisen und Schwächen der Volkswirtschaften würden hingegen wieder in den Vordergrund treten. Max Otte äusserte sich ebenfalls vorsichtig in einem Interview auf dem gleichen Sendeplatz. Seiner Meinung nach wäre der DAX zwar momentan fair bewertet, böte aber noch Aufwärtspotential. Allerdings seien nicht mehr alle Aktien günstig bewertet. Potential sieht der Wirtschaftsprofessor noch bei zurückgebliebenen Werten, wie z.B. den Energieversorgern.

Technisch ist der Markt mittlerweile nicht mehr überverkauft. Auf der Oberseite bilden die alten Jahreshöchstmarken bei ca. 7500 Punkten neue Widerstände. Auf der Unterseite sind die Marken von 7200 und die psychologisch wichtige Marke von 7000 Punkten zu nennen. Spätestens bei 6800 sollte eine Korrektur zum Halten kommen, ansonsten ist die übergeordnete Aufwärtsbewegung geschwächt.

 

Kommentare  

 
0 #1 Stefan Wehmeier 2011-05-20 10:35
Es ist immer wieder erstaunlich, wie der allgemeine Glaube an “Apfelbäumchen” sogar noch im 21. Jahrhundert zu dem Aberglauben verleitet, leistungslose Kapitaleinkomme n würden nicht durch die Mehrarbeit anderer, sondern möglicherweise auf Bäumen wachsen.

Schlimmer als das Eingeständnis, bisher in einem Cargo-Kult gelebt zu haben, ist nur noch der Wahnsinn, es weiterhin zu versuchen:

http://www.deweles.de/willkommen.html