Riester Rente
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Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge.

Förderungsberechtigte Personen sind:

  • alle Personen, die Pflichtmitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung sind,
  • Bezieher von Lohnersatzleistungen; auch Berechtigte zur Arbeitslosenhilfe, deren Leistungsempfang aufgrund der Anrechnung von vorhandenem Einkommen/Vermögen ruht sowie nichterwerbstätige Eltern in der Kindererziehungszeit (max. 3 Jahre),
  • geringfügig Beschäftigte, die auf die Sozialversicherungsfreiheit verzichtet haben,
  • pflichtversicherte Selbständige in der gesetzlichen Rentenversicherung,
  • Pflichtversicherte nach dem Gesetz der Alterssicherung der Landwirte sowie deren Ehepartner,
  • Wehr- und Ersatzdienstleistende,
  • Beamte, Richter und Soldaten.

Staatliche Förderung 

Für die Einzahlung von 4% des Bruttoeinkommens des Vorjahres (mindestens jedoch 60€, maximal 2.100€), zahlt der Staat 154 € p.a. plus 185 € p.a. pro Kind (300 € für ab 2008 geborene Kinder) in den Riester-Vertrag ein.
Wird weniger bzw. nur ein Anteil von 4% des Bruttoeinkommens des Vorjahres eingezahlt, z.B. nur 800 € von 1.600 € (50%), wird die staatliche Förderung entsprechend nur anteilig ausgezahlt (in diesem Fall ebenfalls nur 50% bzw. 154 € * 50% = 77 €).

Steuerersparnis

Der jährlich förderungsfähige Einzahlungsbetrag von maximal 2.100 € kann in der Anlage AV der Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Die Steuerersparnis, die durch die Minderung des zu versteuernden Einkommens eintritt, muss ebenfalls in die Renditebetrachtung einbezogen werden.

Die Vorsorgeaufwendungen werden im Jahr 2009 zu 68% auf das zu versteuernde Einkommen angerechnet (vgl. Steuern/Vorsorgeaufwendungen). Bei einer Einzahlung von 4% des Vorjahres-Bruttoeinkommens (z.B. 40.000 € * 4% = 1.600 €) und einem persönlichen Steuersatz von z.B. 30%, steht der staatlichen Förderung in Höhe von 154 € folgender Betrag in Form einer Steuerersparnis gegenüber:

Steuerersparnis = Betrag Vorsorgeaufwendung * Anteil Geltendmachung * pers. Steuersatz

<=> Steuerersparnis = 1.600 € * 68% * 30%

<=> Steuerersparnis = 1.088 € * 30% = 326,40 €

Aufgrund der Regelung der steigenden anteiligen Anrechenbarkeit der Vorsorgeaufwendungen (2005: 60% + 2% p.a., vgl. gesetzliche Rente), wird im Jahr 2025 der volle Betrag, der in den Riester-Vertrag eingezahlt wird, steuerlich anrechenbar sein. Die Steuerersparnis wird dann nur noch von dem persönlichen Steuersatz abhängig sein.

Günstigerprüfung

Sollte im Rahmen der Einkommensteuererklärung festgestellt werden, dass die Steuerersparnis größer der staatlichen Förderung ist (hier z.B. 326,40 €), wird der überschüssige Betrag der steuerlichen Zahllast bzw. Erstattung gutgeschrieben.
Sollte die Riester-Rente von z.B. einem ledigen und kinderlosen Beitragszahler abgeschlossen worden sein, der im entsprechenden Jahr 4% seines Bruttoeinkommens vom Vorjahr in den Vertrag eingezahlt hat, dem würden 154 € als staatliche Zulage in den Vertrag eingezahlt. Nur noch 326,40 € - 154 € = 172,40 € würden als steuerlich mindernd berücksichtigt werden.

Besteuerung

Die Riester-Rente wird bei Auszahlung (frühestens ab dem 60. Lebensjahr) zu 100% besteuert (Einkommensteuer + Kranken- und Pflegeversicherung). Der Gesetzgeber schreibt eine lebenslange Rentenzahlung vor, lässt jedoch eine Einmalzahlung zu Beginn der Rentenzahlungen in Höhe von bis zu 30% des vorhandenen Kapitals zu.

Fazit

Die Rendite der Riester-Rente wird, neben dem gewählten Produkt (Fond, Bausparvertrag, etc.), auch durch die staatliche Förderung beeinflusst. Die staatliche Förderung sieht hierbei vor, dass ein Betrag von mindestens 154 € in den Riester-Vertrag eingezahlt wird. Die steuerliche Ersparnis ist nur insoweit zahlungswirksam, wie sie die individuelle staatliche Förderung übersteigt.
Die volle staatliche Förderung wird auch im Falle einer Arbeitslosigkeit, für einen Beitrag von 5 € pro Monat, ebenfalls in den Riester-Vertag eingezahlt.
Einen wirklichen Vorteil gegenüber z.B. der Rürup-Rente (die auch als abhängig Beschäftigter abgeschlossen werden kann) hat die Riester-Rente erst dann, wenn auch Kinderzulagen berücksichtigt werden können.

Für weiter führende Informationen empfehlen wir die Erläuterungen von steuerrat24.de (Link).


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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 21:42 Uhr
 

Kommentare  

 
0 #1 Oliva 2014-12-20 04:55
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