Gesetzliche Rente
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Rente mit 67

Alle diejenigen, die 1947 und danach geboren wurden sind, sind abhängig von ihrem Geburtsjahr von dem Beschluss, dass das Renteneintrittsalter erst mit 67 Jahren und nicht wie zuvor mit 65 Jahren erfolgt, betroffen.
Ab dem Geburtsjahr 1947 wird pro Jahr ein Monat längere Arbeitszeit verlangt, wenn die Rentenzahlung keine Abschläge erfahren soll.
Ist das Geburtsjahr z.B. 1948, erfolgt der Renteneintritt erst mit 65 Jahren und 2 Monaten.
Ab dem Geburtsjahr 1958 verlängert sich die Arbeitszeit, neben den 11 Monaten bis 1957, um 2 Monate pro Jahr.
Ist das Geburtsjahr z.B. 1960, erfolgt der Renteneintritt erst mit 65 Jahren plus 11 Monaten plus 6 Monate, sprich mit 66 Jahren und 5 Monaten.
Ab dem Geburtsjahr 1964 gilt das Renteneintrittsalter von 67 Jahren.

Nachgelagerte Besteuerung

Seit dem Jahr 2005 gilt das neue Alterseinkünftegesetz und damit neue Regeln für die Besteuerung der Rente.
Seit dem 01.01.2005 werden Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und weitere ausgewählte Formen der Altersvorsorge stufenweise steuerlich frei gestellt. Das heißt, dass diese Beiträge vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden (vgl. Steuern/Vorsorgeaufwendungen).
Der maximale Betrag in Höhe von 20.000€ (40.000€ für verheiratete), der als Vorsorgeaufwendung geltend gemacht werden kann, ist hierbei in 2005 zunächst auf 60% begrenzt und nimmt jedes Jahr bis zum Jahr 2025 um 2% p.a. zu.
Parallel hierzu steigt die Besteuerung von Rentenbezügen. In 2005 werden 50% der Bezüge voll besteuert. Der Rest wird als "Rentenfreibetrag" deklariert und bleibt die gesamte Rente hindurch in gleicher Höhe erhalten. Bis zum Jahr 2020 nimmt der zu besteuernde Anteil um 2% p.a., danach, bis zum Jahr 2040, um 1% p.a. zu.
Gleichzeitig wird der Altersentlastungsbetrag in Schritten von 1,6% bis 2020 und dann in Schritten von 0,8% bis zum Jahr 2040 auf Null reduziert.

Die Besteuerung der Rente funktioniert nach dem Kohortenprinziep. D.h., dass die Rente ein Leben lang so besteuert wird, wie es im ersten Jahr des Bezuges der Fall war.

Im Prinzip werden die Altersvorsorgeaufwendungen also weniger, die Rentenzahlungen selbst aber stärker besteuert (Einkommensteuer auf den den Rentenfreibetrag übersteigenden Teil der Rente und je die Hälfte der Kranken- und Pflegeversicherung).

Die gesetzliche Rente als solche wird demnach noch weniger Wert und wir sind zunehmend gezwungen alternative Formen zur Altersvorsorge zu wählen, um die so genannte "Versorgungslücke" zu schließen.

 

Renteninformation

Die Deutsche Rentenversicherung gibt Auskunft über den aktuellen Stand des eigenen Rentenkontos. Hieraus ergibt sich auch der kalkulierte Rentenanspruch in der Annahme, dass die Einzahlungen in die gesetzliche Rente bis zum Renteneintrittsalter so bleiben, wie es in den letzten fünf Jahren der Fall war. Dieser Betrag wird in der "Renteninformation" angegeben.
Das entsprechende Formular ist unter folgendem Link abrufbar:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_12kcilk066/SharedDocs/de/
Inhalt/05__Beratung/04__versicherungsunterlagen__anforderung/rentenkonto__
kontoinfo__anfordern.html

Das Anforderungsformular öffnet sich nach einem Klick auf den Link "Bestellformular, verschlüsselte Übermittlung" im unteren Drittel der Seite.
Zum Ausfüllen benötigen Sie Ihre Versicherungsnummer. Dieselbe finden Sie auf einer Ihrer Lohnabrechnungen. Die Renteninformation wird Ihnen per Post und ab dann jedes Jahr zugeschickt (0,55 Cent Porto).


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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 21:42 Uhr
 
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