Betriebliche Altersvorsorge (BAV)
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Die Betriebliche Altersvorsorge ist eine steuerlich besonders behandelte Form der Altersvorsorge und nur in Kombination mit Einkommen aus nicht selbständiger Arbeit (Lohn und Gehalt) möglich. Es können maximal 4% der Beitragsbemessunsgrenze (West) in der gesetzlichen Rentenversicherung eingezahlt werden (5.400 € monatlich * 4% = 216 € monatlich, Link).

Die Einzahlungen in einen entsprechenden Vertrag werden bereits vom Bruttolohn abgezogen und werden daher weder versteuert, noch werden die Beiträge zur Sozialversicherung abgezogen. Zudem kann eine eventuelle vom Arbeitgeber gezahlte "Vermögenswirksame Leistung" in einen solchen Vertrag mit eingezahlt werden.

Die Attraktivität der BAV ergibt sich durch die Verzinsung und vor allem die Zinseszinsen, die durch den deutlich größeren Betrag der Einzahlungen entsprechend höher ausfallen und dadurch die Rendite steigern.

Die Abzüge vom Lohn- und Gehalt in Höhe von brutto 2.700 € eines kinderlosen, ledigen Arbeitnehmers, wohnhaft in Nordrhein-Westfalen fallen folgendermaßen aus (Mrz. 2009) (vgl. Steuern/nicht selbstsändige Arbeit):

Einzahlungen in eine BAV werden vom Bruttolohn abgezogen. Dadurch ergibt sich, dass die Einzahlung deutlich höher als der Betrag ist, auf den tatsächlich (netto) verzichtet werden muss. Die Netto-Belastung durch die Einzahlung in eine BAV wird anhand des folgenden Beispiels gezeigt. Die Belastungen durch Steuern und Versicherungen sind jedoch von Person zu Person unterschiedlich und müssen individuell berechnet werden:

Die Einzahlung von 100 € in eine BAV bedeutet für dieses Beispiel eine Netto-Belastung von "nur" 44,78 €.

Der Vorteil besteht darin, dass für einen Betrag von zum Beispiel 44,78 €, der vom monatlichen Einkommen gespart und für die Altersvorsorge verwendet wird, jedoch volle 100 € investiert werden.

Besteuerung

Die Rentenzahlungen aus der BAV werden bei Auszahlung vollständig besteuert (Einkommensteuer + Kranken- und Pflegeversicherung). Als Renter ist man jedoch nicht mehr der gleichen Besteuerung unterlegen, wie es der Fall während der Berufstätigkeit war (Arbeitslosen- und Rentenversicherung, anderer persönlicher Einkommensteuersatz). Hierdurch gewinnt die BAV zusätzlich an Attraktivität.

Fazit

Die BAV ist eine der lohnendsten Formen der Altersvorsorge und ergänzt sich wunderbar mit anderen, zum Beispiel steuerlich begünstigten Rentenversicherungen. Hinzu kommt, dass die für die BAV angebotenen Fonds kein Ausgabeaufschlag berechnet wird (werden sollte).


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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. Februar 2011 um 21:43 Uhr
 
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